Mittwoch, 30. September 2015

Mila:4

Eine Stunde war das 3er Gespann schon unterwegs, Mila war so aufregt, sie blieb mal da und dann mal da stehen, pflückte unterschiedliche Pflanzen und legte alles auf den Karren der von dem Pferd gezogen wurde.
"Sag mal Mila, was willst du mit der Botanik von Himmelsrand machen?", lachte Ralof
Und Mila antwortete" Meine Mutter ist eine Alchemistin und sie hat mir viel bei gebracht"
"Du hast also eine Mutter?", fragte Argis
Mila biss sich auf die Unterlippe und antwortete ganz knapp" Ja", danach war sie still und sprach eine zeitlang kein Wort mehr und blieb etwas im Hintergrund.
"Mila es wäre uns lieber, du würdest wenigstens vor uns laufen, hier oben gibt es gefährliche Tiere", sagte Ralof
"Gefährliche Tiere?", japste Mila aus dem Hintergrund und lief schnell an die Seite von Argis.
"Mila du hast ja schöne Waffen, kannst du damit auch umgehen?"
"Na ja mit dem Bogen nicht so, auch mit dem Schwert nicht, aber ich kann gut mit einem Stab kämpfen"
"Aber warum hast du die Waffen, wenn du nicht damit kämpfst", fragte Ralof
"Ach die gehörtem....egal nicht so wichtig", sagte Mila leise
Argis und Ralof wussten von Zauberstäben, die Magier nutzen, aber sie glaubten nicht das Mila so einen besaß, sie wussten das er silbern war und oben etwas gebogen, aber ob dieser nun etwas konnte, wussten sie nicht.
"Wenn du den Umgang mit deinen anderen Waffen lernen möchtest, dann können wir dich trainieren"
"Das könnt ihr?", fragte Mila
"Ja Mila das können wir, Ralof war mal ein Sturmmantel und ich habe selbst Rekruten den Umgang mit Schwert und Schild gelehrt", sagte Argis
"Sturmmantel? Was ist ein Sturmmantel?", fragte Mila
Und Ralof nahm sich die Zeit Mila zu erklären was ein Sturmantel ist und was sie gemacht haben, Mila lauschte Ralof´s Erzählungen, als er geendet hatte, fragte sie "Argis warst du auch ein Sturmmantel?"
"Nein Mila ich war ein Huscarl", sagte er
"Und was ist das nun wieder?", fragte Mila
"Also in jeder großen Stadt gibt es einen Jarl, der neben seinem Palast noch ein Haus besitzt und ein Huscarl passt unter anderem auf das Haus auf oder begleitet die Familie/Verwandtschaft oder Freunde vom Jarl"
Mila grinste und meinte" Dann habe ich jetzt einen Krieger und einen Huscarl als Freund, dann muss ich ja nie wieder Angst haben"
"Nein das musst du nicht", sagte Ralof
"Wann machen wir eine Pause? Muss ich im Schnee schlafen? Wird es sehr kalt in der Nacht?", fragte Mila
"Wenn du eine Pause brauchst, dann sag bescheid, wenn du willst, kannst du auch ein Stück auf dem Pferd reiten. Na ich hoffe nicht das wir im Schnee schlafen müssen, in ein paar Stunden haben wir Festung Kastav erreicht, das ist eine leere Festung, da können wir übernachten", sagte Ralof
"Na ja wir hoffen sie ist noch leer, vor 5 Tagen war noch keiner da", sagte Argis
"Ach die vertreiben wir schon", meinte Mila selbstsicher, sie wurde mit jedem Schritt auf Himmelsrand Boden mutiger, das merkten Ralof und Argis auch
Nachdem sie noch ein paar Stunden gelaufen waren, meinte Mila" Ich weiss ja nicht wie es euch geht, aber ich habe ein Loch in meinem Magen"
"Nur noch ein paar Meter um die Kurve und dann haben wir Kastav erreicht, dort bleiben wir dann bis zum nächsten Morgen"
" Was ist Festung Kastav?", fragte Mila
"Das ist eine alte Festung, die früher unter anderem mal ein Gefängnis war, aber sie steht nun seit Jahren leer, hin und wieder verkriechen sich dort ein paar mehr oder weniger üble Gestalten"
Es war gut dass die Drei Festung Kastav erreichten, denn das Wetter in Winterfeste war sehr unbeständig, ein Schneesturm zog auf und der Wind schnitt den Dreien die Luft ab.
Mila die dem Sturm kaum stand halten konnte, krallte sich an Argis Umhang fest.
"Bei Kynareth das ist ja furchtbar", meckerte sie
"Wir sind gleich da", schrie Ralof gegen den Sturm an und da tauchten auch schon die ersten Überreste der einst so mächtigen Mauer auf, schnell rannten sie über den Hof.
Ralof spannte den Karren ab, führte das Pferd nach oben, es konnte bei dem Sturm kaum draußen verweilen, während Argis und Mila den Karren die Stufen nach oben wuchteten.
"Abgeschlossen....verdammt", schimpfte Ralof
"Moment", sagte Mila, zog eine Haarklammer aus ihren Haaren, kniete sich vor das Schloss und brach es auf.
"So bitte die Herren", kicherte sie
"Aber woher.....?", wollte Ralof wissen
"Ein Nachbarsjunge hat es mit beigebracht", antwortete Mila und öffnete die Tür und machte die Haarklammer wieder in den Haaren fest.
Ralof führte das Pferd nach innen und Argis zog den Karren hinter sich her, es war kalt und die Luft war abgestanden, also war lange keiner mehr hier gewesen.
" Wir müssen erstmal ein Feuer machen und gucken ob wir Fackeln und Kerzen finden, damit wir es hell haben", sagte Ralof
"Das wird schwer, hell ist es hier nicht gerade"
"Da kann ich helfen", sagte Mila
Argis und Ralof drehten sich erstaunt zu Mila rum, die beide Hände gehoben hatte
"Ich verschaffe euch Licht" und sie feuerte ein paar Lichtkugeln durch den Raum
"Es hält aber nicht lange, meine Veränderungsstufe ist noch nicht so hoch"
So machten sie sich auf die Suche nach Sachen, die sie verbrennen konnten und Mila sorgte weiter für Lichtquellen. Nachdem der Kamin gut gefüllt war, meinte Argis" Wenn du uns jetzt noch Feuer machst"
Mila lächelte ihn frech an" Na das ist kein Problem, in Zerstörung bin ich wesentlich besser", erneute öffnete sie ihre Hand und feuerte einen Feuerball in den Kamin.
"Respekt Mila", Ralof klatschte in die Hände
"Gelernt ist gelernt", freute sich Mila über das Lob
Argis legte seine Hand auf Mila´s Schulter und sagte" Wir Nord haben es ja nicht so mit Magie, aber jetzt sieht man doch wofür sie gut ist, danke Mila"
Mila spürte wie ihr Gesicht rot anlief und stammelte" Da..nke Argis"
"Und bevor ihr jetzt nach Essen fragt; kochen kann ich nicht", meinte sie leicht betreten
"Das ist kein Problem ich sorge für euer leibliches Wohl, was isst du denn gern?", fragte Argis
"Was ich gern esse? Das hat mich ja schon seit 10 Jahren keiner mehr gefragt, überrasch uns doch Argis", sagte Mila
"Ralof ist es dir auch egal?"
"Ja mir ist es auch egal, ich muss noch mal nach draußen, draußen habe ich einen Strohballen gesehen, damit das Pferd auch was zum essen bekommt"
Argis machte sich daran das Essen vorzubereiten und Mila schaute sich noch etwas um, viel gab es hier ja nicht, sie fand ein Buch das Krieger hieß.
Sanft strich sie über das Buch, lesen war nie so ihr Fall gewesen, sie kann es zwar, aber sie liebte es wenn ihr Vater ihr Bücher vorlas, auch wenn er nie viel Zeit hatte, für seine kleine Mila hatte er sich immer Zeit genommen, wenn er ihr nicht vorgelesen hatte, brachte er ihr Zauber bei und ihre Mutter lehrte ihr die Pflanzenwelt, erklärte ihr welche Pflanze welche Eigenschaft hatte. Mila liebte die Pflanzenkunde, sie konnte mit 8 Jahren schon selbst Tränke herstellen. Mila liebte ihre Eltern sehr und was sie ihr beigebracht hatten, sie streichelte immer noch über das Buch und fing an zu weinen, ihr Vater fehlte ihr so und auch ihre Mutter, aber sie hasste ihren Stiefvater, Thorge, Thorge Schmetteraxt,  er war der Grund warum sie nun hier war und ihre Mutter konnte diesem Bastard nichts entgegen setzen.
"Mila? Wo steckst du?", rief Argis
"I...ch b..in hier unten", rief Mila verweint
Argis lief die Stufen runter, er sah wie Mila weinte und nahm sie in den Arm und strich ihr über die Haare.
"Mila, ich weiß du hast einiges verdrängt, aber Ralof und ich sind für dich da, du kannst uns vertrauen, wir werten es nicht als Schwäche, offenbar hast du eine sehr schlimme Zeit erlebt, aber du kannst nicht ewig deine Erinnerungen verdrängen, sie werden dich immer wieder einholen"
"Ich will niemanden....mit meinen....Problemen belasten", sagte Mila
"Aber du belastest dich damit", sagte Argis
"Ja ich weiß in 10 Jahren wird man gut darin"
"Musst du jemand schützen?"
"Schützen? Pah! Höchstens töten", sagte sie kalt
"Wenn willst du, wegen was töten?", fragte Argis
"Thorge Schmetteraxt, falls er mir je wieder unterkommen sollte, mehr will ich aber jetzt nicht erzählen"
"Schon gut mein Fuchs", lächelte Argis sanft
"Fuchs????", Mila schaute ihn mit großen Augen an, er konnte jetzt nur ihre Haare meinen, sie kicherte leise, ihr Vater hatte auch manchmal Füchslein zu ihr gesagt und zwar immer dann wenn Mila einen Pferdeschwanz hatte und durch sein Labor huschte.
"Ja wegen deinen Haaren", sagte Argis
"Das dachte ich mir fast", lächelte Mila ihn an
"Komm lass uns wieder nach oben gehen, sonst wird das Essen nicht fertig, was ist mit dem Buch? Darf ich es sehen?"
"Ja, aber gern Argis" Mila reichte es ihm
"Ah Krieger, das ist ein Lehrbuch, da kannst du etwas über das Blocken lernen", sagte Argis
"Ich mag die Praxis ja lieber, aber wenn ich noch was aus einem Buch lernen kann, da werde ich es mal lesen", sagte Mila
"Wenn du die Praxis lieber magst, dann kannst du mir helfen, Kartoffeln zu schälen", sagte Argis und schob Mila die Treppe wieder hoch
"Aber das kann ich doch gar nicht", maulte Mila etwas
"Ich zeig es dir, es ist nicht so schwer.", sagte Argis
Er reichte ihr ein Messer und eine gewaschene Kartoffel, dann stellte er sich hinter Mila, nahm die Kartoffel in die Hand und mit seiner freien Hand um griff er vorsichtig Mila´s Hand mit dem Messer und zusammen schälten sie eine Kartoffel.
Mila lehnte an Argis und sie genoss seine Ruhe, Kraft und sein Durchhaltevermögen ihr was bei zu bringen, sie seufzte leise auf, noch nie in den letzten 10 Jahren hat sie die Nähe eines Mannes so genossen wie jetzt.
"Argis, darf ich fragen wie alt du bist?"
"Mila ich bin 43 Jahre alt"
"Und Ralof?"
"Er ist 40 Jahre alt"
"Und seit ihr verheiratet, habt ihr Kinder oder Geschwister?"
"Nein wir sind beide nicht verheiratet, keine Kinder, aber Ralof hat eine ältere Schwester, die aber ein Kind hat"
" Und du hast du Geschwister?"
Mila schluckte" Ich hatte einen kleinen Bruder"
"Du hattest? Ist er tot?", fragte Argis
"Ich weiß es nicht, eines Tages war er weg"
"Wie alt war er, als er verschwand?"
"Er war gerade mal 9 Jahre alt und ich war 12 als er verschwand", sagte sie kaum hörbar
Argis schüttelte den Kopf, was ist da nur schief gelaufen in der Familie?
"Meinst du schaffst ein paar Kartoffeln allein?", fragte Argis
"Ich probiere es mal", sagte Mila
Argis löste sich von ihr und meinte" Kann ich dich kurz allein lassen? Ralof ist schon solang da draußen, nicht das es ihn weg weht", lachte er
"Ja geh nur, ich lauf schon nicht weg, ich schnitze noch ein paar Kartoffeln", scherzte Mila
Argis zog den Umhang wieder um und ging raus in den Hof, Ralof war dabei etwas trockenes Stroh aus dem Ballen zu ziehen.
"Alles klar bei unseren Kleinen?", fragte Ralof
"Ja sie hat noch etwas erzählt", sagte Argis
"Erzähl", sagte Ralof und zog ein Lederbüchlein und ein Kohlestift aus der Innentasche seines Umhangs, er wollte sich Notizen machen, damit er ja nichts vergisst.
"Sie erzählte von einem Thorge Schmetteraxt und wenn sie die Chance hätte, würde sie ihn töten, sie reagierte auf Fuchs, offenbar nannte sie auch jemand so, der ihr nahe stand und das sie einen kleinen Bruder hatte, der 3 Jahre jünger als sie war, als er verschwand"
"Wie kann ein kleines Kind einfach so verschwinden? Ob dieser Thorge Schmetteraxt etwas damit zu tun hat?", fragte Ralof
"Sie wird irgendwann so weit sein und alles erzählen", sagte Argis
"Argis du musst zugeben, süß ist sie schon"
"Behauptet jemand das Gegenteil?", lachte Argis
"Ich glaub ich hab genug Fressen für das Pferd, lass uns wieder rein gehen, bevor einem hier die Ohren abfrieren", sagte Ralof
"Warum hast du deinen Pelzhelm nicht mitgenommen?", fragte Argis
"Ja toll, wie ich dieses Teil hasse, es sieht aus als hätte man ein totes Tier auf dem Kopf", lachte Ralof
Mila drehte sich freudestrahlend um, als sie hörte wie Ralof und Argis zur Tür rein kamen"
Schau Argis, ich habe alle Kartoffeln geschnitzt und es sind noch alles Finger dran"
"Da bist du mit deinen Essensvorbereitungen schon weiter fortgeschritten als Ralof hier"
"Ja, ja ich bin ein grausiger Gastgeber", lachte Ralof und legte das Stroh dem Pferd hin, was auch gleich zu fressen anfing.
"Dem Pferd scheint es zu schmecken", lachte Mila, dann nahm sie das Buch, was sie gefunden hatte und lass darin, während Argis das Essen machte.
Da der Raum nur ein Doppelbett hatte, machte Ralof schon mal die Schlafsäcke für Argis und ihn fertig, Mila sollte dann später im Bett schlafen.
Später ließen sie sich den Eintopf schmecken und tranken zusammen einige Flaschen Met, sie unterhielten sich über Talos und die Welt.
Irgendwann war es dann Zeit zum Schlafen gehen, Mila legte sich ins Bett und die Männer begaben sich in ihre Schlafsäcke und es wurde ruhig in Festung Kastav.
Mitten in der Nacht wurde Ralof wach, weil er dachte er hätte ein Geräusch gehört, er setzte sich auf und schaute in Mila´s Bett, aber es war leer.
Also stand er leise auf, nahm 2 Umhänge und ging nach draußen, Mila stand in der Dunkelheit und zitterte.
"Kleines was machst du hier draußen?"
"Sind die Sterne nicht wunderschön? Hier wirken sie als könnte ich danach greifen", seufzte Mila, Ralof legte ihr einen Umhang um.
Ralof  schaute in den Himmel, er machte sich sonst nichts aus den Sternen, aber jetzt als er hier mit Mila stand, fand er den Sternenhimmel wunderschön. Mila suchte seine Hand und hielt sie fest und sagte leise" Ralof ich will diesen Thongvor nicht heiraten, ich kenne ihn nicht und lieben kann ich ihn bestimmt auch nicht, ich dachte immer ich kann einen Mann heiraten weil ich ihn liebe und aus freien Stücken"
Ralof griff fester nach ihrer Hand" Es ist noch weit bis nach Markarth, mach dir keine Gedanken, wir sind für dich da und sollte Thongvor gemein zu dir werden, dann holen wir dich wieder da raus"
Mila drehte sich zu Ralof rum und schaute ihm in die Augen "Versprochen?" "Versprochen!" sagte Ralof und zog sie an sich ran, umarmte sie und hielt sie fest, Mila hatte ihren Kopf an Ralof´s Brustkorb gelehnt und genoss die Wärme die von ihm ausging.
"Ralof, ich habe euch beide wirklich sehr gern, ihr seid so lieb und geduldig", flüsterte Mila
"Wir haben dich auch gern, Mila"
"Ich weiß ihr würdet gern wissen, was mit mir passiert ist, aber ich kann noch nicht darüber reden, die Erinnerungen tun so weh, aber irgendwann bin ich soweit, bitte seid mir nicht böse, wenn ich über einiges nur geheimnisvoll rede"
Ralof strich ihr über den Rücken" Das ist schon okay, nur du entscheidest wenn du so weit bist"
Mila schaute ihn erneut an" Danke Ralof, das ist so lieb von dir"
"Komm jetzt lass uns aber wieder rein gehen, bevor wir uns noch erkälten", sagte Ralof
Beide gingen wieder in die Festung, Mila krabbelte in ihr Bett und Ralof in seinen Schlafsack, aber Mila konnte noch nicht schlafen, sie war zu aufgewühlt, Argis und Ralof beide so feinfühlig und warmherzig und ihr wurde bewusst das sie für beide innige Gefühle hegte. Und wieder hatte sie dieses kribbeln zwischen ihren Beine und obwohl sie ihre Gefühle eigentlich gut unter Kontrolle hatte, fing sie sich an zu streicheln, sie konnte nicht anders, leise entledigte sie sich ihres Schlafhemdes, strich sich über ihre Brüste, über ihren Bauch, bis runter zu ihrer Klitoris, sie zuckte zusammen und das Bett quietschte kurz auf, sie zog die Decke weg und ihre Finger suchten wieder ihre Klitoris, leise stöhnte sie auf, sie war sich bewusst das Ralof und Argis von ihrem Treiben wach werden könnten, aber es war ihr egal.
Vorsichtig drang sie mit ihrem Finger in ihre Scheide ein, ein warmes Gefühl durchströmte ihren Körper und sie schloss die Augen und genoss das Gefühl, aber nur wenn sie es tat, die anderen........... nein schnell schob sie den Gedanken von sich.
Nachdem sie befriedigt war, schlief sie endlich ein.
Als sie am Morgen wach wurde, schliefen beide Männer nach tief und fest, leise stand Mila auf , zog sich an, nahm einen Topf und ging nach draußen.
Der Schneesturm hatte zum Glück aufgehört, aber es lag viel Schnee, also machte sie sich daran, etwas Schnee in den Topf zu machen, sie wollte den Schnee auf die Feuerstelle stellen, damit sie sich etwas waschen konnte.
Aber dann rannte sie übermütig die Treppe runter, warf sich in den Schnee und lachte laut. Sie erinnerte sich an den Winter als sie 4 Jahre alt war, da lag in Wegesruh auch mal sehr viel Schnee, ihre Eltern spannten das Pferd vor die Kutsche mit den Kufen und machten eine Ausfahrt in der Kutsche, später machten sie eine Pause und alberten im Schnee rum, sie lag im Schnee die Kälte machte ihr gerade gar nichts aus, als sie plötzlich ein Knurren hörte, verdammt ein Wolf, gerade als sie vorsichtig aufstehen wollte, zischte ein Pfeil an ihr vorbei, der Wolf heulte auf und fiel tot um.
"Mila bist du verrückt", hörte sie Ralof aufgebracht rufen
"Entschuldigung Ralof, ich konnte ja nicht wissen, dass der Wolf mich wittern würde", rief sie zurück
"Was machst du überhaupt da unten?"
"Der Schnee ist toll", rief Mila
"Ja das sagst du jetzt, warte er wird dir bald zum Halse raushängen", rief Ralof
Mila sprang auf, nahm den Topf mit dem Schnee und lief die Treppe hoch zu Ralof.
"Na Kleines gut geschlafen?"
"Naja ging so und ihr?"
"Sturmmäntel schlafen überall, wenn es sein muss auch im stehen", scherzte Ralof
"Ziehen wir heute weiter", fragte Mila
"Bei dem Schnee ich weiß nicht"
"Na wenn ihr auf mich aufpasst, dann sorge ich dafür das wir weiterziehen können"
"Wie willst du das machen?"
"Ich schmelze den Schnee"
"Ach ja, aber nur mit einem Feuerball wirst du nicht weit kommen", scherzte Ralof
Mila funkelte ihn etwas beleidigt an" Meinst du ich kann nur den Feuerball?"
Sie rannte erneut in den Schnee, streckte ihre Hand aus und Flammen schossen aus ihrer Hand und schmolzen den Schnee.
Ralof blieb der Mund offen stehen und Mila lächelte triumphierend" Schau es geht auch mit 2 Händen"
"Schwächt dich das nicht, nicht das du zusammenbrichst?"
"Das geht schon eine zeitlang, ich habe Expertenstufe, leider habe ich es nicht bis zur Meisterstufe gebracht", traurig ließ sie die Arme sinken, die Flammenwand verschwand
"Du musst einen sehr guten Lehrmeister gehabt haben"
Mila rannte zu Ralof die Treppe hoch, warf sich an seine Brust und schluchzte" Er war...der... Beste"
Ralof umarmte sie und zog sie ins Warme.
"Ist doch gut Kleines, er stand dir wohl nahe?"
Argis der die beiden hörte, ging die Treppe runter und sah Mila in Ralof´s Armen, sie weinte offenbar.
" Ja er war mir sehr nahe, mein...Vater....hat mir das alles beigebracht"
"Das ist doch toll wenn ein Vater das macht", sagte Argis
Mila schniefte und meinte" Er wollte mit noch die Meisterstufe beibringen, aber dazu kam es nie"
Argis strich ihr über die Haare " Mila was ist passiert?"
"Er ist tot, seit ich 10 Jahre alt bin"
"Ist er gestorben?"
"Ich weiß es nicht, Mutter hat uns nie erzählt was passiert ist, dann kam sie irgendwann mit diesem neuen Mann an und unser Leben wurde langsam die Hölle"
"Komm mach erstmal eine Pause", sagte Argis und reichte ihr einen Tee.
Dankbar nahm Mila den Tee und trank einen großen Schluck, dann setzten sich alle und nahmen erst mal ein kräftiges Frühstück zu sich.
Nachdem Frühstück sprang Mila auf "Wollen wir weiter?"
"Bist du sicher, der nächste Stopp, ist erst die Taverne zum Nachttor in ein paar Stunden"
"Ja ich möchte gern weiter ziehen", sagte Mila und während Argis und Ralof die Sachen packten meinte Mila" Ich mach schon mal einen Weg für das Pferd und den Karren frei" und verschwand nach draußen
"Wie sie macht schon mal einen Weg frei" sagte Argis
"Lass dich überraschen mein Freund", lächelte Ralof geheimnisvoll
"Haben wir alles?"
"Ich denke schon", sagte Ralof
"Milas Sachen auch?"
"Ja auf dem Karren", antwortete Ralof
"Na dann los", Argis öffnete die Tür, trat ins freie und blieb wie angewurzelt stehen und sah wie Mila die Hand hob um ihn zu winken.
"Da staunst du, was?", sagte Ralof
"Wie hat sie das gemacht?"
"Tja Expertenstufe Zerstörung die Flammenwand"
Anerkennend pfiff Argis durch die Zähne und schaute Ralof mit einem verklärtem Blick an" Ist das Füchschen nicht toll?"
"Ja das ist sie", säuselte Ralof
"Ich habe ja schon viele Frauen kennen gelernt, aber noch keine war wie Mila", sagte Argis
"Bei den Sturmmänteln gab es ja viele Frauen, aber die waren doch sehr grobschlächtig, es waren keine Frauen die man gern zuhause hat", lachte Ralof
"Ja aber es sind schön hübsche dabei", sagte Argis
"Ja das schon, sie waren auch leicht zu haben, aber trotzdem keine Frauen, die man gerne um sich hat"
Beide machten sich auf den Weg runter zu Mila, die ein schöne grosse Schneise in den Schnee gezogen hatte.
"Saubere Arbeit, gut gemacht, Mila", sagte Argis
Mila lief puterrot an und schaute nach unten.
Argis ging auf sie zu, nahm sie in die Arme" Hey du musst dich nicht schämen, wenn wir dich loben"
"Ich bin Lob halt nicht mehr gewohnt"

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